die Unabhängigen. Ein Abend mit dem Verlagshaus Berlin
Unser Publikum hat abgestimmt: Am 3. März stellen wir das Verlagshaus Berlin in unserer bisher immer ausgebuchten Reihe mit unabhängigen Verlagen vor. Also schnell ran an die begehrten Tickets für einen hochinteressanten und unterhaltsamen Abend, der diesmal ein Lyrik-Spezial ist!Mit der Verlegerin und Typografin Andrea Schmidt unterhalten wir uns darüber, warum es gerade in diesen Zeiten Gedichte dringend braucht, ob die finanziellen Umsätze mit Lyrikbänden fürs Brot oder gar auch noch die Butter reichen, wie man überhaupt aus der Vielzahl eingesandter Manuskripte das richtige herausfischt und wie die Typografie das Lesen beeinflusst. Und natürlich gibt es auch Gedichte live zu hören:Die Lyrikerin und Übersetzerin Odile Kennel liest aus ihrem Band„Irgendetwas Dazwischen“, einem lyrischen Plädoyer für Unordnung, Ausfaltung und Entfaltung. Er wurde 2024 mit dem Dörlemann-Preis der Hotlist der unabhängigen Verlage ausgezeichnet und ist übrigens von Anja Nolte beeindruckend kongenial illustriert worden. Dritter im Bunde ist der Schriftsteller und Literaturvermittler Alexander Graeff. Er liest aus seinem jüngsten Lyrikband„Deine Revolution für Ungenauigkeit hat Zukunftswert“. „Ein wunderbares Buch für sensitive Rebellen (…) von einem der interessantesten Lyriker der Gegenwart“, urteilte Schriftstellerkollegin Tanja Dückers in ihrer Rezension und freute sich: „Seine Lyrik glitzert erfindungsreich.“Moderation:Thomas HoepsDasVerlagshaus Berlinsteht seit zwei Jahrzehnten für Lyrik, die sich einmischt, die Fragen stellt und Antworten sucht—für Gedichte, die in ihrer Zeit verwurzelt sind und zugleich über sie hinausweisen. Was als Idee unter Freund:innen begann, ist heute eine der wichtigsten Stimmen für Lyrik im deutschsprachigen Raum. Mit einem konsequent gesellschaftsorientierten Fokus veröffentlichen Andrea Schmidt, Jo Frank und Tillmann Severin Texte, die etwas zu sagen haben und die bleiben. Gestaltung und Inhalt verstärken sich gegenseitig, um Lyrik als ästhetisch wirksame Kraft erlebbar zu machen. Dafür gab es bislang u. a. eine Auszeichnung der Stiftung Buchkunst, den Förderpreis des Berliner Verlagspreises und 5 x den Deutschen Verlagspreis, zuletzt 2025.Odile Kennellebt als Lyrikerin und als Übersetzerin vorwiegend zeitgenössischer Lyrik aus dem Französischen, Portugiesischen, Spanischen, Englischen in Berlin. Sie schreibt auf Deutsch und Französisch und lädt gerne weitere Sprachen in ihre Texte ein. In ihrem Essay LUST (Verlagshaus Berlin, 3. Auflage 2023) und ihrem Gedichtband Hors Texte (Verlagshaus Berlin 2019) lotet sie den Raum zwischen Text und Sex aus und lässt Sprachen einander hinterhersteigen. 2022 erhielt sie den Paul-Scheerbart-Preis für ihre Lyrikübersetzungen. LUST stand 2023 auf der Shortlist für den Preis der Bücherfrauen. Für unsere Freunde vom Nettetaler elif-Verlag hat sie gerade den Band„Geliebte Monster“ von be.rgaus dem brasilianischen Portugiesisch ins Deutsche übertragen.Alexander Graeff, Dr. phil., ist Schriftsteller, Philosoph und Literaturvermittler. Er schreibt Lyrik, Prosa sowie biografisch-philosophische Essays – und mischt die Gattungen ganz gern. Er ist Leiter des Programmbereichs Literatur im Berliner Kunst- und KulturzentrumBrotfabriksowie Initiator der LesereiheSchreiben gegen die Norm(en)?. In derQueer Media Societysetzt er sich für mehr Sichtbarkeit queerer Personen und Stoffe im deutschsprachigen Literaturbetrieb ein. Wissenschaftlich geforscht hat er im Bereich der Sozial‑, Geschichts- und Religionswissenschaften, insbesondere zu Phänomenen des Marginalisierten und Devianten. Er lebt in Berlin.Andrea Schmidtist Verlegerin, Typografin und Lehrende. Seit 2005 führt sie als Mitverlegerin das Verlagshaus Berlin. 2010 gründete sie Typografie·im·Kontext, ein Atelier für Grafikdesign mit Fokus auf Editorial und Corporate Design. Sie illustrierte u. a. „Die Erbärmlichkeit des Krieges. Gedichte und Briefe von Wilfred Owen“, ausgezeichnet von der Stiftung Buchkunst als eines der „Schönsten Deutschen Bücher“. Seit 2021 gehört sie zum Kurator:innen-Team von „Schreiben gegen die Norm(en)?“.die Unabhängigen. Freie Verlage vorgestelltNach Eintrag in das Formular erhalten Sie eine Bestätigung Ihrer Reservierung per Mail. Bitte schauen Sie auch im Spamordner nach. Ihre reservierten Karten können Sie ab 30 Minuten vor Beginn der Veranstaltung an der Abendkasse abholen. Wir haben nur eine Barkasse und freuen uns über kleine Scheine. Sollten Sie kurzfristig doch nicht an der Veranstaltung teilnehmen können, bitten wir um eine rechtzeitige Absage an literaturhaus@krefeld.de. Über etwaige Neuigkeiten zur Veranstaltung werden Sie ebenfalls per Mail informiert. Während der Veranstaltung werden Foto- und/oder Videoaufnahmen für Öffentlichkeitsarbeit und Dokumentation erstellt (berechtigtes Interesse nach DSGVO Art. 6 Abs. 1f). Sollten Sie nicht einverstanden sein, wenden Sie sich kurzfristig an uns.2TeilnehmerHier reservierenTeilnehmen
Weitere Informationen:
https://nlh-krefeld.de/veranstaltung/die-unabhangigen-ein-abend-mit-dem-verlagshaus-berlin/
Weitere Informationen:
https://nlh-krefeld.de/veranstaltung/die-unabhangigen-ein-abend-mit-dem-verlagshaus-berlin/
in 1 month
Bar Gloriette
Westwall 11, 47798 Krefeld